PLRG Artworks lädt Sie ein, Übertragungen aus dem Innersten künstlerische Forschung im experimentellen Spiel und von Gedanken in kritischer Auseinandersetzung zu erleben. Wir verstehen Ausstellung als Diskurs, als ludisches Objekt. In unseren künstlerischen Forschungsexperimenten wurden mehrerer Spieler*innen simultan mittels Hirnstromanalyse, dem Elektroenzephalogramm (EEG), gescannt. In Zusammenarbeit mit Partner*innen aus Neurowissenschaften und Psychologie haben wir die Hirnströme aufgezeichnet. Dann verwenden wir den Datensatz als „Modell“ für eine These und als Material für den künstlerischen Ausdruck.

Vorstellungen von Natur, Welt, Mensch und Nicht-Mensch werden durch einen kritischen Blick auf Handlungsfähigkeit erahnbar. Was, wenn wir die Perspektive ändern? Was, wenn Forschung über ökologische, politische und soziale Realitäten durch und im experimentellen Spiel künstlerisch wird? Was passiert mit dem kollektiven Gedächtnis, wenn wir mit KI spielen? Lassen Sie uns alternative Spielmotivationen erforschen – um zu gewinnen oder besser nicht zu gewinnen! Im selbstreflexivem Ausstellungsspiel PLA spectator bieten wir die Möglichkeit, horizontal zu spielen, entspannt auf der mit game-controller bestückten Schwebungs Sound-Liege. Finden Sie Inpiration in der spielbaren Umgebung die einen Clip des sommerlichen kollektiven Voodoo Baum-Spiel versteckt hält gekoppelt mit neurowissenschaftliche Hirnscan Experimenten.
PLA Spectator: Diese spielbare Umgebung fungiert als Archiv, als Visualisierer, als Spekulationsmaschine, als Hintergrund und Vordergrund, als Kontext. Diese Anwendung dient als Sender und Empfänger. Dieses Spiel bündelt die entstandenen und bearbeiteten Versatzstücke, die technischen und inhaltlichen Artefakte, konkrete, mögliche und praktische Projekte, Datenströme und Geräusche.

Durch ihre generative Organisation ermöglichen diese Anwendungen eine kontinuierliche Weiterentwicklung der strukturellen Vermittlung des vorhandenen Materials. Diese Anwendung versucht, eine multiperspektivische Sichtweise (oder besser: Wahrnehmung) herauszufordern, indem sie ständig neue Sichtfenster eröffnet, die sich durch die Navigation des Nutzers adaptiv aufeinander beziehen. Daraus ergeben sich mögliche Wahrnehmungsverschiebungen wie ein kontinuierliches Schrumpfen und Wachsen in Bezug auf eine sich verändernde Welt sowie der Verlust einer horizontbasierten hegemonialen Orientierung in eben dieser Welt.
by the PLRG Psycholudic research group (lead by Margarete Jahrmann)
www.fotoarsenalwien.at/de/ausstellung/science-fiction-a-non-history-of-plants